Stadt Lauchheim

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Geplantes Neubaugebiet "Kalvarienberg" in Lauchheim

Geplantes Neubaugebiet „Kalvarienberg“ im Gemeinderat und im Rahmen einer Bürgerinformation öffentlich vorgestellt / Planungsaufträge für die schalltechnische Untersuchung (Umgehung B 29) und den Bebauungsplanentwurf für einen 1. Bauabschnitt vergeben


Was bisher geschah:

In der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 19.10.2016 hatte das Ratsgremium das städtebauliche Entwicklungskonzept des beauftragten Planungsbüros HPC aus Harburg beschlossen.

In der darauffolgenden, öffentlichen Informationsveranstaltung mit Bürgerbeteiligung am 25.10.2016 im Bürger- und Sitzungssaal des Rathauses stellten die Diplom-Ingenieure Michael Jeltsch und Ingo Blatter die entsprechende Plankonzeption in einer PowerPoint Präsentation vor. Zuvor konnte Bürgermeisterin Andrea Schnele im Beisein ihrer Amtsleitungen Melanie Sturm, Wolfgang Köpf und Hubert Stenzenberger die über 100 interessierten Bürgerinnen und Bürger, Bauinteressenten und Grundstückseigentümer im vollbesetzten Bürger- und Sitzungssaal des Rathauses willkommen heißen.

In ihren einleitenden Worten schilderte die Bürgermeisterin, dass für die dringend benötigte Bereitstellung von Bauland im Hauptort Lauchheim, das Gebiet „Kalvarienberg“ an der Bopfinger Straße als Neubaugebiet in schöner Lage am östlichen Stadtrand  ausgewiesen wurde und von Gemeinderat und Stadtverwaltung folgende Maßnahmen durchgeführt wurden:

 

  • Grundsatzbeschluss mit Einleitung des Verfahrens zur Änderung des Flächennutzungsplans zugunsten des Gebiets Kalvarienberg anstelle der bisher geplanten Gebiete Sonnenhof, Sonnenbühl und Kuhsteige am 17.12.2015
  • Grundsatzbeschluss mit Einleitung des Verfahrens zur  Zielabweichung von den Festsetzungen des Regionalplans Ostwürttemberg am 17.12.2015, nachdem das Plangebiet innerhalb des dort ausgewiesenen regionalen Grünzuges liegt
  • Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan am 21.01.2016
  • Gespräche mit allen Grundstückseigentümern
  • Zwischeninformation an die vorgemerkten Bauplatzinteressenten
  • Faunistische Erhebung und artenschutzrechtliche Prüfungen, naturschutzrechtliche Vorprüfung
  • Durchführung von Baggersondagen für die Archäologie und Denkmalpflege
  • Vergabe der Planungsleistungen für ein städtebauliches Entwicklungskonzept (2 Varianten) am 30.05.2016
  • Beschluss zum vorliegenden städtebaulichen Entwicklungskonzept am 19.10.2016
  • Beauftragung des Ingenieurunternehmens HPC AG Harburg zur Erstellung eines Bebauungsplanentwurfs am 15.12.2016
  • Beauftragung des Ingenieurbüros Klinger und Partner, Niederlassung Urbach mit der Durchführung einer schalltechnischen Untersuchung am 15.12.2016

 Die Planung im Einzelnen:
Das städtebauliche Entwicklungskonzept sieht die abschnittsweise Erschließung von insgesamt 68 Einfamilienwohnhäusern oder Doppelwohnhäusern in bis zu zweigeschossiger Bauweise sowie sieben Mehrfamilienwohnhäuser entlang der Bopfinger Straße vor, davon fünf größere Wohneinheiten in einer Bauzeile südlich davon in Verlängerung des zuletzt erschlossenen Baugebiets „Häuslenäcker II“. Die durchschnittliche Größe der Baugrundstücke beträgt rd. 700 m². Die Verkehrserschließung erfolgt ausschließlich von der Bopfinger Straße aus über zwei Ringstraßen, die den Höhenlinien des Geländes zur weitgehenden Vermeidung unnötiger Steigungen folgen. Fußläufige Verbindungen führen zum Kalvarienberg und zur Bopfinger Straße. Eine grüne Spielfläche „Spielen unter Bäumen“ mit Besonnung im Winter und Beschattung im Sommer lädt Alt und Jung zum Treffpunkt ein. Mehrere Grünzüge innerhalb des Gebiets sowie ein Grünstreifen als Puffer gegenüber dem zu erhaltenden, baum- und heckenbewachsenen Stationenweg verleihen dem Plankonzept eine „grüne Lunge“. Die Wasserversorgung erfolgt per Anschluss ans bestehende Rohrleitungsnetz, die Abwasserbeseitigung im Trennsystem mit Anschluss an die Kläranlage bzw. auf Grundlage eines durchdachten Regenwasserkonzepts über Zisternen, Mulden-Rigolen und ein vorgeschaltetes Regenrückhaltebecken hin zur Jagst. Die Energieversorgung regelt ein spezielles Energiekonzept, u.a. ist eine zentrale Wärmeversorgung vorgesehen. Ein Lärmschutzwall als Landschaftselement mit Bepflanzung und sonniger Hanglage mit ergänzender Lärmschutzwand soll  Verkehrslärm von der Umgehung B 29 her abhalten. Ein noch zu beauftragendes Lärmschutzgutachten wird noch genauen Aufschluss darüber geben.

Bürgerbeteiligung und weitere Vorgehensweise:
Im Anschluss an die Präsentation stellten sich Stadtverwaltung und Planer den Fragen der Anwesenden.  Neben Anregungen zur Verkehrserschließung, Verkehrsberuhigung, Parkmöglichkeiten, Höhe und Gestaltung des Lärmschutzwalls und der Lärmschutzwand mit Ausdehnung in Richtung Jagsttalbrücke und zum Umfang des Grünzuges am Stationenweg galt das Interesse vor allem dem zeitlichen Ablauf der Erschließung und dem möglichen Baubeginn.
Bürgermeisterin Schnele gab sich vorsichtig optimistisch und nannte einen Erschließungsbeginn in 2018 mit Baubeginn in 2018/2019 als denkbar. Dieser hänge jedoch maßgeblich davon ab, ob mit allen Grundstückseigentümern eine Einigung bezüglich des Grunderwerbs auf freiwilliger Basis erzielt werden könne, oder die Bodenordnung über ein gesetzliches Baulandumlegungsverfahren geregelt werden müsse. Dazu fänden in nächster Zeit abschließende Gespräche mit den Grundstückseigentümern statt. Vorsorglich sei die Stadtverwaltung aber gehalten, zur Bereitstellung von Ausgleichsflächen auf Ende Oktober 2016 alle bestehenden kommunalen Pachtverträge zum nächst möglichen Zeitpunkt zu kündigen. Hinzu komme die erforderliche Zustimmung der an der Planung maßgeblich zu beteiligenden Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange, die derzeit angehört würden. Dies gelte vor allem gegenüber dem Regierungspräsidium in Stuttgart, das als Höhere Raumordnungsbehörde auf Grundlage des kommunalen Bauflächenbedarfsnachweises darüber entscheiden werde, wie viel Hektar Wohnbaufläche der Stadt Lauchheim zunächst für einen ersten Bauabschnitt bzw. mittel- und langfristig für das gesamt rund 10 Hektar große Plangebiet zugestanden werde.

Vergabe des Lärmschutzgutachtens und Bebauungsplanentwurfs für einen ersten Bauabschnitt
Das Ingenieurbüro Klinger und Partner, Niederlassung Urbach, wurde in öffentlicher Sitzung des Gemeinderats am 15.12.2016 mit der Durchführung der schalltechnischen Untersuchung beauftragt.

Das Ingenieurunternehmen HPC AG Harburg wurde in öffentlicher Sitzung des Gemeinderats am 15.12.2016 mit der Erstellung des Bebauungsplanentwurfs einschließlich Grünordnungsplan, Umweltbericht und Nebenkosten für einen ersten Bauabschnitt beauftragt.

Das städtebauliche Entwicklungskonzept (1. Bauabschnitt) vom 06.12.2016 kann unten als PDF-Datei eingesehen und heruntergeladen werden.



Städtebauliches Entwicklungskonzept (1. Bauabschnitt) vom 06.12.2016

Kontakt

Bürgermeisteramt Lauchheim | Hauptstraße 28 | 73466 Lauchheim | Telefon: 07363 85-0 | E-Mail schreiben